Unser Name

Der Name unserer Verbindung leitet sich von einer Blume, dem "Studentenröschen" (botanisch: Parnassia palustris) ab. Da die zarte Pflanze außer im botanischen Garten und im Leinetal nur schwer zu finden ist, folgt eine kurze Beschreibung aus dem Botanikbuch:

Parnassia Palustris hat einen kantigen Stängel, herzförmige Grundblätter und eine weiße Blüte. Die seltene und schützenswerte Pflanze liebt feuchte, sumpfige Gebiete und tritt bevorzugt in Rudeln auf.

Unsere Farben

Die Farben der namensgebenden Blume – Grün und Weiß – finden sich, zusammen mit Blau (das als Himmelsblau den passenden Hintergrund für das Studentenröschen abgeben könnte) auch in den Farben Parnassias: Grün und Blau auf weißem Grund. Als Zeichen der Zugehörigkeit zu Parnassia tragen unsere Mitglieder Schleifen. Diese bestehen aus Sektband, das in unseren Farben (weiß-grün-blau-weiß) gewebt ist. Sektband steht für eine bestimmte Breite des Materials. Der Heraldik entsprechend kann das Weiß in Fahnen und Wappen gegen Silber ausgetauscht werden. In der Parnassenschleife finden sich daher eine silberne Perkussion sowie ein kleiner Silberstreifen, der das Grün optisch vom Blau trennt und die beiden Farben stärker leuchten lässt. Somit entsprechen die Parnassenfarben den Regeln der Wappenkunde, nach denen in einem Wappen oder einer Fahne zwei Metall- und eine Nichtmetallfarbe oder – wie bei Parnassia – zwei Nichtmetall- und eine Metallfarbe vorkommen.


Geschichte

Am 6.6.1988 wurde die "Akademische Damenverbindung Parnassia" von drei Studentinnen der Georg-August-Universität gegründet. Die drei Gründungsdamen hatten sich durch Orientierungsphase und Tanzveranstaltungen kennen und schätzen gelernt. Der beherzte Entschluss, eine Damenverbindung zu gründen erwachte in Ihnen, nachdem sie positive Erfahrungen mit anderen Damenverbindungen, u.a. aus Tübingen gesammelt hatten.

Also setzten sie sich entflammt zusammen und arbeiteten eine Satzung, in der die Ziele der Gemeinschaft niedergelegt wurden, sowie ein Semesterprogramm für das Wintersemester 1988/89, aus. Zu diesem Zeitpunkt existierte eine zweite Damenverbindung an der Georg-August-Universität, die "Circia Empusia", die ihr Bestehen jedoch nicht lange behaupten konnte.

Als Motto der Verbindung wählten die Damen der Parnassia den Leitspruch: Amicitia et scientia floreant. (Freundschaft und Wissenschaft mögen blühen.) Das "Studentenröschen" (Parnassia Palustris) gab damals den Namen und unser "Lebensbundprinzip" spendet bis heute die Stärke gerade in den heutigen Zeiten charaktervoll zu bestehen und konstant zu wachsen.

Aus den drei Studentinnen von damals und ihrer Idee von einst, erwuchs einer der stärksten und aktivsten Damenbünde Deutschlands, von über fünfzig Mitgliedern der unterschiedlichsten Fachrichtungen und Charaktere. Die Freude am wissenschaftlichen und Fächer übergreifenden Austausch, obendrein die wechselseitige Unterstützung in studentischen, beruflichen und individuellen Belangen ist Teil unserer Überzeugung, ist Ausdruck unserer Gemeinschaft.

Die Früchte dieses einmal geschlossenen Lebensbundes zeigen sich dazu für alle Parnassinnen, die inzwischen ihre Studienzeit in Göttingen hinter sich gelassen haben und deutschland- und europaweit ansässig sind. Sie alle pflegen beständig den Austausch untereinander und schätzen die Gelegenheit, auch nach Jahren erneut in die einstmalige Stadt ihrer Studien kommen zu können. Dort erwartet sie nicht nur ein förmlicher Campus, sondern besonders eine aktive Gemeinschaft junger Parnassinnen, die ebenso wie sie den Entschluss gefasst haben, bereits während der Studienzeit unserem Bund beizutreten.

Unser Comment

Die AV Parnassia hat den Sektcomment. Dies hat Auswirkungen auf viele Bereiche der Verbindung: Wir tragen Schleifen aus Sektband (siehe "Schleifen"), unser Couleurgetränk ist vornehmlich Sekt und wir haben so genannte Sektfamilien (siehe "Sektfamilien").

Schleifen
Als Zeichen der Zugehörigkeit zu unserer Verbindung tragen unserer Mitglieder Schleifen. Diese bestehen aus Sektband, das in unseren Farben (weiß-grün-blau-weiß) gewebt ist. Sektband steht für eine besondere Breite des Materials.

Weinband
Nach bestandener Reception, d.h. Damenprüfung, erhalten unsere Damen ein Weinband, welches im Material etwas breiter als das Sektband ist und das als Armband getragen wird. Auf diesem werden die zu besonderen Anlässen getauschten "Schieber" getragen.

Renonce
Durch die Renoncierung wird bei uns ein neues Mitglied in die Verbindung aufgenommen. Die neue Renonce erhält ihre Renoncenschleife, an der noch die "Zipfel" fehlen. Die Schleife wird in einem Glas Sekt "eingetrunken". Während der Renoncenzeit, die etwa ein bis zwei Semester dauert, erhält die Renonce "Unterricht" in den für die Verbindung relevanten Bereichen.

Dame
Nach bestandener Reception wird die Renonce zur Dame. Die Damenprüfung umfasst einen Vortrag über ein frei wählbares Thema und eine Abfrage über das erlernte Wissen. Die Sektschleife wird durch die noch fehlenden "Zipfel" ergänzt.

Hohe Dame
Nach Abschluss des Studiums erfolgt die Erhebung in den Hohe Damen-Status. Das Mitglied gehört von nun an dem Hohe Damen-Convent an.

Sektfamilie
Während ihrer Renoncenzeit sucht sich jede Parnassin eine Sektmutter. Zu ihr hat sie ein besonderes Vertrauensverhältnis. So bilden sich die Sektfamilien, in denen die Mitglieder eine besondere Bindung pflegen.